Donnerstag, 1. Dezember 2016

Rezension Nummer 2: Stationen von Eusebius van den Boom

Kurzinfo zum Buch:

Geboren im flämischen Blankenberge, verbrachte Eusebius van den Boom jedoch nur den geringsten Teil seiner Lebenszeit dort, was dazu führte, dass er nirgendwo richtig Wurzeln schlug und sich immer als eine Art Weltbürger sah. Schon in der von streng puritanischer Erziehung des kleinbürgerlichen Elternhauses geprägten Kindheit zeigte sich, dass Eusebius ein Freigeist und Nonkonformist war.

Nach seiner Kindheit und Schulzeit bricht er aus dieser Enge aus und sagt sich von der Kirche los, um von da ab ein unstetes, abwechslungs- und arbeitsreiches Leben zu führen. Auch nach seinem Studienabschluss bleibt er stets viel mehr ein Mann der Tat als ein Gelehrter. Um seinen Lebensunterhalt selbstständig zu verdienen, scheut er sich nicht, auch niedere Tätigkeiten wie die eines Gärtners oder Anstreichers anzunehmen. Unterdessen bereist er viele Orte des deutschen Kaiserreiches, erweitert ständig sein Wissen, erwirbt neue Fertigkeiten und lernt interessante Menschen kennen. Im Verlauf der Geschichten ändert sich die Sicht auf seinen Vater, aber auch auf sich selbst.

Anhand einer chronologischen Abfolge von Kurzgeschichten begleiten wir hier den Werdegang des Eusebius van den Boom. Dieser Lebenslauf ist in einer alternativen Vergangenheit angesiedelt, in welcher der im Mittelpunkt stehende Protagonist aus einem gutbürgerlichen Hause stammt.

Eusebius van den Boom
Stationen
Ein Lebenslauf
240 Seiten, mit Abb., 14,8 x 21 cm, Broschur
ISBN 978-3-946425-06-9
Preis: 12,00 €

Der erste Eindruck:
Erstanden habe ich dieses Buch direkt beim Autor auf der Traumschrott Buchpremiere. Also dieses mal kein gespanntes Auspacken, dafür aber ein netter Plausch und eine freundliche Widmung. So konnte ich mir auch direkt einen ersten Eindruck vom Autor machen.
Zum Buchdesign:
Durch ein Bullauge zeigt sich hier ein kurzer Blick in eine etwas fremde Welt und doch finden sich durchaus bekannte Dinge in dieser Perspektive. In klaren Lettern finden wir Autor und Titel auf dem Cover. Die Rückseite in schlichtem Schwarz enthält dann noch ein paar Infos zum Inhalt und auch wieder zum Autor.
Das Design ist gut gewählt. Es bietet einen Einstieg in die Optische Welt des Steampunk. Könnte aber etwas auffälliger sein. Ich glaube in einer Buchhandlung wäre ich vielleicht dran vorbeigegangen. Und es wäre wohl leider nicht in meinem Gedächtnis geblieben.
Allerdings muss man dabei auch die Frage stellen für welchen Markt ist das Buch geschrieben worden, und ich denke auf einer Steampunk Veranstaltung fällt dieses Buch dann vielleicht doch wieder auf. Und im Internetverkauf ist das Cover vielleicht gar nicht mehr so wichtig.
Innen ist das Ganze dann ein wenig einfacher gehalten

Buch Idee/ Schreibstil:
Uwe Kurz schreibt hier die Biographie seines Steampunk Alter Egos Eusebius van den Boom. Also ist es eine Fiktive Autobiographie, die in Kurzgeschichten verpackt daherkommt. Und diese machen echt Freude, auch wenn ich persönlich am Anfang ein wenig mit der Steampunk Welt zu kämpfen hatte. Für jemanden der zwar den Look kennt, sich aber mit dem Thema nicht wirklich beschäftigt hat, war es nicht so einfach da rein zu kommen. Aber ich denke der größte Teil der Leserschaft wird aus der Steampunkszene kommen.
Der Schreibstil war für mich am Anfang ein wenig trocken, aber mit jeder Geschichte wurde es ein wenig flüssiger. Irgendwann konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen.

Preis:
12 € habe ich für dieses schöne Buch bezahlt, und dieser Preis erscheint mir auch sehr fair.

Mein Fazit:
Ich bekam ein tolles Buch auch wenn ich am Anfang ein wenig Startprobleme hatte. Eusebius ist definitiv ein Autor den ich mir auch gerne häufiger zu Gemüte führen werde. Und auch das Thema Steampunk wird bestimmt mal wieder aufgegriffen.

Von mir bekommt das Buch 8 von 10 Punkten. Und das Prädikat definitiv Lesenswert.








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